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Einkaufserlebnis bei REWE mit Zahlung per Lastschrift

26. Mai 2010

Angestachelt durch einen Bericht des NDR über umstrittene Einwilligungserklärungen bei der Zahlung per Lastschrift, wollte ich heute in einem Praxistest erfahren:

  • Wird noch immer eine Genehmigung zur Datenweitergabe an die SCHUFA und an Bürgel verlangt?
  • Bekommen Kunden unaufgefordert eine Kopie der unterschriebenen Genehmigung?
  • Was passiert, wenn man die Genehmigung nicht unterschreibt?


So bin ich für Besorgung notwendigen Bürobedarfs ausnahmsweise mal zu dem nächsten REWE-Markt gefahren, um mit EC-Karte zu bezahlen. Eine Kundin vor mir hat an der Kasse per Lastschrift bezahlt und keine Kopie der Einwilligungserklärung bekommen. Als ich nun per Lastschrift zahlen wollte, habe ich nach dem Durchlesen der Einwilligungserklärung lautstark protestiert:

Sowas unterschreibe ich nicht, ich will doch nicht, dass meine Daten an die SCHUFA weitergegeben werden! Seit wann verlangen Sie denn sowas?!

Der Kassierer war von der Situation leider überfordert und hat seinen Chef um Hilfe gerufen. Der hat seinen Kassierer dann angewiesen, den kompletten Kassenbon zu stornieren und alle Artikel erneut einzuscannen, damit ich bar zahlen konnte. Auf den Hinweis, dass jeder Kunde unaufgefordert eine Kopie von einer solchen Einwilligung erhalten müsse, entgegnete er, dass er mir gerne eine Kopie anfertigt. Zum Stornieren des Kassenbons musste noch ein dritter Mitarbeiter gerufen werden. Die ganze Aktion an der Kasse hat etwa 10 Minuten gedauert.

Aus rechtlichen Gründen muss ich allen Lesern empfehlen, dies nicht nachzuahmen Ich lade hiermit alle neugierigen Leser ein, meinen Praxistest zu wiederholen und ihre Erfahrungen wiederum zu bloggen. Bitte seid rücksichtsvoll zu den eh schon gering bezahlten KassiererInnen, die für das Versagen ihres Konzerns keine Schuld trifft.

  1. 26. Mai 2010, 16:54 | #1

    „Aus rechtlichen Gründen muss ich allen Lesern empfehlen, dies nicht nachzuahmen ….“ – Welches sollten denn die rechtlichen Konsequenzen sein und für wen? Ich kann doch nicht gezwungen werden jeden Scheiss zu unterschreiben und soweit mir bekannt hängen die Bedingungen auch nicht aus, so, dass ich mir das vor meinem Einkauf mit EC-Karte (ich habe selten Bargeld bei mir) noch überlegen kann. Nun stehe ich da an der Kasse – und? Eine einfache Lastschriftgenehmigung können die gerne haben, eine Zahlung per PIN auch – bei denen kleben überall die EC-Karten Logos. Üblicherweise ist das eben die Zahlung der PIN und nicht mehr Unterschrift. Das ist das wohl eher das Pech von ReWe. Ich werde da am Wochenende mal einkaufen gehen.

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